Die Axiome des Ewigen, des Unendlichen und des Endlichen

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Die Axiome des Ewigen, des Unendlichen und des Endlichen

div. Materialien auf Leinwand 120 x 160 cm

Die Axiome des Ewigen, des Unendlichen und des Endlichen

Unwiderlegbar ist die Existenz des Einen.
Vorhanden ist es, doch erscheinungslos,
gesehen von sich selber als die Leere,
ist es das Nichts in oberster Potenz.
Das schwarze Loch in seines Auges Mitte
ist Ausgang ihm, was uns ein Eingang ist;
ihm ist‘s ein Füllhorn ohne sondergleichen;
ein Pankreator ist es höchster Wirklichkeit.

Sich ihm zu nahen ist nicht ungefährlich.
Erscheint ein Zweites nach dem ersten Ding,
hat ersteres sich dem zu unterwerfen.
Tut es das nicht, ist alles Maß dahin.
Die Eins, gespiegelt, zeugt die zweite Zahl,
und relationslos ist das Maß geboren;
sich durch sich selbst beweisend als Axiom:
die Eins, die heil‘ge, die wir alle kennen.

Ihr sei gehuldigt vor der Null, der großen,
die glitzernd durch die Ewigkeiten zieht
und raum- und zeitlos macht, was je erschienen,
selbst Endlichkeiten durch Wiederholungs Macht
zur Dauer hebt nie endender Idee.
In Formvollendung stirbt die Endlichkeit.
Der Anfang ohne Ende leiht die Flügel.
Das Ewige weist auf transzendente Welten.

Drum lasst uns furchtlos sein und frohen Herzens,
kommt einst das Ende, nicht zu unterliegen,
dieweil wir leer uns machten schon im Leben
und absichtslos dem großen Plane dienten.
Es gibt ein Werden, hin zu letzten Ufern,
wo man den Sprung wagt über sich hinaus.
Dort wird das Endliche im Einen unzerstört empfangen,
und endlich sind wir ewig dann zu Haus.

BĀLAVAT