Gefährlich ist‘s, der Ewigkeit zu nahen

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Gefährlich ist‘s, der Ewigkeit zu nahen

div. Materialien auf Leinwand 160 x 120 cm

Gefährlich ist‘s, der Ewigkeit zu nahen

Gefährlich ist‘s, der Ewigkeit zu nahen.
Für das Begrenzte heißt das sicheren Tod.
Der Blitz des Wahnes gibt ein schwaches Zeichen
vom gnadenlosen, himmlischen Gesetz.
Nichts musst du sein, um Transzendenz zu tragen,
nichts, wie der Geist, der aus dem Wissen schweigt,
erduldend das Entzücken an sich selber,
das jenseits existiert von Lust und Leid,
im hohen Dasein jener leeren Allmacht,
in der nichts zählt, als was sie weiß und will.

Im Pulk von Seelen, die unsterblich wesen,
schnitt einst ein blonder Engel dieser Höhen
mit einer Klinge aus gedachter Schärfe
den Horizont in zweite Dimension.
Seitdem gibt‘s das Begrenzte ohne Ende.
Das ist der Grund für diese bunte Welt.
Mit einem Fingerzeig erschuf er das Geschehen.
Ins Nichts gesetzt ward der Erscheinung Bild,
gemacht der Anfang, dem das Ende nahe,
weil dort beginnt die Welt der tausend Grenzen.
Und wie der Wahrheit Worte weisen auf das Schweigen,
so weist das Ende auf den Neubeginn,
um der begrenzten Form das Ewige zu bringen.
Unüberbietbarkeit, die höchste Stufe,
führt Form zur Ewigkeit aus der Idee.
Was sich noch ändern lässt, muss alsbald sterben.
Die Unverrückbarkeit allein besitzt Bestand.
Es ist geworden, was es werden kann:
ein ewig Ding, weil wahr und gut und schön.

BĀLAVAT