Der immerwährende Tag

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Der immerwährende Tag

div. Materialien auf Leinwand

Der immerwährende Tag

Als endlich das Gefäß leer war, welches das Leben der natürlichen Motive beherbergt hatte, und der Stillstand des Denkens erreicht war, den man Entwerden nennt, öffnete sich geräuschlos und unerwartet die undurchdringliche Nacht des Todes und der stummen Verneinung, und durch einen Spalt von wenigen Zentimetern wurde das Licht des immerwährenden Tages sichtbar, jenes Tages, von dem es nur einen einzigen gibt und der das Vergangene, das Gegenwärtige und das Zukünftige gleichzeitig in sich birgt, es jedoch nicht festhält, sondern als farbiges Wissen und leuchtende Intuition, ja Inspiration, bis hin zur Vision in die Zeitwelt entlässt, um diese auf eine höhere Stufe zu heben.
Grün, weiß und rot, das waren die Siegerfarben des Geistes im Zustand der
Trikaladrsti.
Wer sie so zu Gesicht bekam, wurde in den Zustand der Schauung versetzt, welche mit einem einzigen Blicke das Gewesene, das Seiende und das Kommende erfasst, und ihm fiel anheim die Macht, die Welt durch all ihre Wirrnis dennoch zu ewiger Harmonie zu führen - und zwar jetzt, sofort und nicht später!
Und so folgte Freude der Freude, wohin man auch sah!
Vergessen war die Zeit der Zerteilung, des Leids und der Tränen.

BĀLAVAT