Die nie endende Sternstunde

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Die nie endende Sternstunde

div. Materialien auf Leinwand

Die nie endende Sternstunde

Nachdem Diana endgültig und durchgreifend wieder einmal in einem individualisierten Kosmos alle, aber auch wirklich alle tierischen Verhaltensweisen beseitigt hatte und das innere Land dieses Wesens nun frei war für ein göttliches Leben, da kamen sie, die schwerelosen, sternebringenden Wasserläufer, denen nichts unmöglich war. Sie kamen lachend,
scherzend, sich neckend und riefen:
"He! Diana! - Es wurde aber auch Zeit, dass du die Arbeit beendest! Lange genug haben wir gewartet und aus der Ferne zugesehen und uns ausgemalt, welche wunderbaren Möglichkeiten ein Leben im Stoff dem Geiste böte, wenn er herabstiege in ihn, um ihn auszufalten zu himmlischem Leben im Raum und in Zeit!"
Und Diana antwortete lächelnd:
"Mir ward die Mühe, ihm, dem Stoff, der Schmerz. Für euch ist die Freude. Es liegt nun die Welt euch zu Füßen. Rein sind die ersten, wie lebende Tote. Wild war die Jagd, und der Tränen sind viele geflossen. Blutgetränkt ist der Boden.
Tröstet den Stoff mit der Freude am Sein und am Werden. Bringt zur Erfüllung, was danach lechzt, denn für den Schmerz und den Tod und die Nacht ist die Welt nicht erschaffen."
So sprach sie, die himmlische Göttin. Die schwerelosen, sternebringenden Wasserläufer aber nahmen das Land in Besitz und ließen die vom Himmel mitgebrachten Sterne auf Erden leuchten und strahlen, während der Geist, wie immer, schweigend, neutral und gelassen dem munteren Treiben zusah.
Zeitalter erfüllten sich in dieser nie endenden Sternstunde.

BĀLAVAT