Der Durchbruch oder Die fünfte Dimension

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Der Durchbruch oder Die fünfte Dimension

div. Materialien auf Leinwand, kinetisch 160 x 120 cm

Der Durchbruch oder Die fünfte Dimension

Es ward der Punkt, die Fläche, dann der Raum. Als der sich in Bewegung setzte, entstand die Zeit, die physische, die, die wir alle kennen, die unerbittliche, mit der man strafen kann und morden, nach der man misst und sich bezahlen lässt:
Zeitbomben-Zeit, Glücksmessungsbarometer; denn Zeit ist Geld und Jugend, Alter, und mit der Zeit wächst sogar Gras darüber.
Sie bindet ein und macht die Dinge sterblich. Kaum in die Welt gesetzt, beginnt schon der Countdown. Nichtzeit ist Tod, nicht Ewigkeit!
Und doch, da ist etwas, das hoffen lässt: Sie ist nicht starr, die Zeit, sie dehnt sich, zieht sich zusammen, schleicht oder rennt dahin. Empfindungstiefe, -höhe heißt das Zauberwort, das ihren Fuß beflügelt oder lähmt.
Zwei Pole hat sie, die den Lauf bestimmen. Annahme wird der eine, der andere Ablehnung genannt. Dazwischen ist das Reich der Zeit.
Doch käme einer über sie hinaus, durch die Gelassenheit, er würde nicht mehr sterben müssen, sondern ewig sein. Und hätte er nur einen Tag bewusst in dieser höchsten aller Zustandsformen verbracht, er wäre unvergänglich, wesenhaft, ein Gott, die Zeit aus sich entlassend, zur Freude vieler kleiner Mäuse, die am Erlebnis ihre Zeit bemessen.
Nicht in der Zeit mehr lebte der, der nichts mehr will und hinnimmt, wie es kommt:
Sie wäre seine Kraft, und wenn er wollte, wann immer es beliebt, dann käme sie, die Neue Zeit, auch endlich, mit Fauchen und mit Zischen, weil durch die permanente Wiederholung das Alte abgenutzt ist, morsch und müde, und Neues her muss, dringlicher denn je! Sonst bleibt sie stehen, die Zeit!
Macht Platz! Vergeht! Und kümmert euch nicht um die letzten Werte!
Ihr seid vergangen schon! Die Zukunft naht mit Brausen!

BĀLAVAT