Dauer-Weihnachten im Nichts oder Auf dem Wege zur wahren Person

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Dauer-Weihnachten im Nichts oder Auf dem Wege zur wahren Person
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Dauer-Weihnachten im Nichts oder Auf dem Wege zur wahren Person

div. Materialien auf Leinwand, elektrifiziert 160 x 120 cm

Dauer-Weihnachten im Nichts oder Auf dem Wege zur wahren Person

Aus heitrem Himmel leerer Ewigkeit,
ins unbewegte, grenzenlose Sein,
brach unerwartet und zur Weihnachtszeit
ein Bild von oben als Vision herein:

Der Torso eines Weibes, riesengroß!
Mit Brüsten fest und rund und straff und schön!
Und einer Schlange, die zu ihrem Schoß
sich ringelnd wand, war tief im Trance zu sehn!

Der Weihnachtsmann persönlich trug das Ganze
auf seinen Schultern, oder trug er einen Sack?
Und seine Hüften wiegten sich im Tanze,
ihm eine Rübe in den Händen lag.

Er sah mich an mit festem, wachen Blick
und sagte lachend: “Höre! Leerer Geist!
Es kommt die Fülle jetzt zu dir zurück
im Ausdruck dessen, was du wirklich weißt!

Die leeren Zeiten finden jähes Ende.
Potenz des Geistes ist der Liebe Kraft!
Die Ärmel hoch, spuckt der sich in die Hände,
der, was er weiß, auch will und kann und deshalb schafft!

Nimm als Geschenk von mir die rote Rübe,
die heilge Wurzel, die das Dunkel kennt.
Ihr ist zu eigen in des Aktes Liebe,
dass, was sie sieht, sie ohne Hehl benennt.

Der Götter Torso sei dein Material,
in das du eindringst, bis du dich ergießt.
Du bist IHR Kopf, die Glieder, allemal
bist du der Ausfluss, der am Ende fließt.


Was SIE draus macht, das ist dir nicht gegeben.
Doch gibt SIE tausendfach an dich zurück.
Ein göttlich Ding ist es, ein neues Leben!
Ein Sein im Werden und ein ewges Glück!

So sprach der Weihnachtsmann in der Vision
und sang ein Lied. Ich glaub, ihr kennt es schon:
Es handelt von den Glocken, die erklingen
bei der Ekstase -, wenn die Englein singen.


Zum Bild: Dauer-Weihnachten im Nichts

Nach dem Mohrrübentanz zum Zwecke des ‘magischen Handelns‘ aufzusagen:

Dankeschön! Dankeschön!
Die Rübe soll im Geiste stehn!
Für immer und für alle Zeit,
zu jedem Geistverkehr bereit,
der höchste Freude darin findet,
dass er Grenzen überwindet,
doch nicht nur von Geist zu Geist,
der auf das Licht der Logik weist.
Nein! Mehr! Der letzte Schranken bricht,
um zu verstehn im rechten Licht,
das Größ‘res noch, als Glaube kann,
weil‘s der Erfahrung sich‘s besann,
dass Wissen im Erleben endet,
nicht da, nein, hier Ekstase spendet
und dass der Mensch erst überwunden,
wenn er in sich den Gott gefunden.
So kommet her zu mir, zu Hauf!
Es gibt noch immer einen drauf!
Die Rübe ist ein heilig Ding,
für das ich rauben, morden ging!
(Doch muss das ‘Gott sei Dank!‘ nicht sein).
Erleuchtend ist ein Heilgenschein.
Die Wahrheit ist nicht schizophren,
wenn wir in allem Eines sehn.

BĀLAVAT

 
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