Die 2 1/2te Dimension oder Der Geist aus der Flasche

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BĀLAVAT liest

Die 2 1/2te Dimension oder Der Geist aus der Flasche
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Die 2 1/2te Dimension oder Der Geist aus der Flasche

div. Materialien auf Leinwand 160 x 120 cm

Die 2 1/2te Dimension oder Der Geist aus der Flasche

Auf den tiefsten Grund gesunken
in des Raumes weitem Meer,
dazu in die Zeit versunken,
steht die Flasche, grün und leer.

Einst ward sie gefüllt zum Rande,
voll mit rotem Lebenssaft.
Heute ist sie grad imstande,
da zu sein, mit letzter Kraft.

Aller Inhalt ist entwichen,
mit dem Saft, der in ihr war,
ausgelöscht die wesentlichen
Dinge, alle, wunderbar.

Oder sollten wir uns irren?
In der dritten Dimension
hört man nicht die Geister schwirren,
in der zweiten manchmal schon?

Will ein Tischlein für dich decken
auf des Daseins tiefstem Grunde
und die guten Geister wecken
zu verborgner Tafelrunde.

Geist erscheine! Hör mein Flehen!
Ohne dich ist nichts mehr da!
Lass dich endlich wieder sehen!
Tausendmal Halleluja!

Kann nicht ab, dich heiß zu lieben.
Nahrung aus Erkenntnis Quellen:
Gurken, Spargel, Erbsen, Rüben
will ich auf die Tafel stellen.

Grün-weiß-rote in den Farben,
die von ew‘ger Dauer künden.
Leere, lass mich nicht mehr darben
und die Fülle in dir finden!


Alles, alles will ich geben,
wenn du nur erscheinen magst!
Nimm den Körper, nimm das Leben,
dass den Geist du nicht versagst!

Leer im Leeren steht die Flasche,
weil der Geist aus ihr entwich.
Alle Welt in Schutt und Asche,
sei verflucht sie, fürchterlich,

kommt er nicht sofort hernieder
in den Raum und in die Zeit,
in die leere Flasche wieder,
bleibend, und in Ewigkeit.

Kaum gesprochen diese Worte,
senken sich zwei Riesenfische
zu dem schauerlichen Orte
aus dem Nichtse hin zum Tische,

wo ihr Dasein licht enthüllt:
leer sein heißt nur überfüllt.
Voll sein, heißt dagegen leer.
Doch mehr sag‘ ich hier nicht mehr.

BĀLAVAT