Die Leere

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BĀLAVAT liest

Die Leere
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Die Leere

Objekt, div. Materialien 36 x 26 x 46 cm

Die Leere

Gott saß vor der Leere
und schlug auf sie ein.
Da gebar ihm die Hehre
den heiligen Stein.

Ich tat es ihm nach.
Es war gar nicht schwer.
Doch Weh mir und Ach!
Sie gab nichts mehr her.

Da warf ich mich nieder
vor des Abgrundes Macht.
Der Geist ward mir wieder
umhüllt von der Nacht.

Im Nichts starb das Hoffen,
und das Sehnen starb auch,
vom Gleichmut getroffen,
diesem tödlichen Hauch.

Es war ganz egal,
ob‘s mich gab oder nicht.
Umnachtung ist Qual,
doch es schmerzt auch das Licht.

So starb ich dahin,
des Lebens entleert.
Von Gott und dem Sinn
hab ich nichts mehr gehört.

Ich schlug auf die Leere
lustlos drauf ein.
Da gebar mir die Hehre
den heiligen Stein!

Nun bin ich wie Gott!
Ich hab‘s nicht gewollt.
Es hat - ohne Spott -
wohl so sein gesollt!

Es schafft aus dem Nichts
den Stoff nur ein Geist,
der sich als Besitzer
der Leere beweist.

BĀLAVAT

 
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