Die Bombe und der Geist oder Jeder ist seines eigenen Geistes Schmied
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Die Bombe und der Geist oder Jeder ist seines eigenen Geistes Schmied

div. Materialien auf Leinwand 120 x 160 cm

Die Bombe und der Geist oder Jeder ist seines eigenen Geistes Schmied

Die Kraft des Geistes, wenn sie losgelassen, ist größer, als das Denkbild fassen kann. Gelingt dem Menschen, wie er ist, sie zu entfesseln, durch Spaltung letzter Grundbausteine, fehlt ihm doch (und wird ihm immer fehlen) die Hand des weisen Wagenlenkers mit dem klaren Blick, der sein Gefährt mit Kraft vorantreibt auf der hellen Straße, die doppelspurig in die Weite führt.
Der Mensch lenkt selbst das Höchste in die engen Bürgerstuben, in denen man sich an der Geistkraft wärmt und nicht zuletzt den Allerwertesten zuerst.
Wer aber ihm, dem unermesslich großen, schönen Manitu den Rücken kehrt, anstatt ihn zu bewundern, den ewig Freien zwingt in Stahlbeton und ihn umgibt mit Überwachungsketten, ihn dazu noch mit meterdickem Blei ummantelt, das heiße Herz ihm kühlt, das liebend brennt und glüht, und dann der Schönheit Glanz und Strahlen in dünne Drähte presst und so die Glorie des lichten Wahnes puren Seins und seiner Freude herabschraubt in die Nützlichkeit, ein Volkslied macht aus dem Halleluja des Geistes, dem zeigt er schnell und klar die auferlegten Grenzen durch jene Todesstrahlen aus der Ewigkeit.
Wer aber staunt ob dieser großen Sammlung an Macht und Kraft, die leicht sich selber zügelt, vernichten könnend, was sie wünscht und will, doch in der Lage ist und dazu spielend, Florfliegenflügel zu erschaffen - , wer also staunt ob dieser Allmacht aus dem Nichts und Sein und Werden und sie gebührend durch den Ausdruck ehrt, der auf der Basis des Erkennens in der Lage ist, jederzeit Ursache und Wirkung klar zu unterscheiden, der wird beschenkt durch die vollkommene Form des atomaren Pilzes, doch auf höherer Stufe, wo dieser nicht mehr brennt als Todesbringer und vernichtet, sondern eint im Geiste, im hohen Willen auch, dem großen Schmiede, der unbeugsam mit atomarer Glut des Einsseins Eisen schmiedet, die verloren gingen durch das Spalten.
Doch bald, ihr Freunde, seht nur, seht! Bald wird das erste Lebenspferdchen sie an den Füßen tragen: die Göttlichkeit!
Ihr staunt?

Setzt man voraus, es gäbe etwas, das eine Ausdehnung besäße, impliziert diese Aussage gleichzeitig die Vorhandenheit von etwas, das keine Ausdehnung hat.
Wie man sich keinen Punkt ohne eine ihn umgebende Fläche vorstellen kann, besteht für die Ausdehnung dasselbe Gesetz, wobei die Nichtausdehnung die Stelle des vorgestellten Punktes einnimmt.
Da nun diese Betrachtungen, der pragmatischen Ebene entbunden, in der reinen, dazu unvermeßbaren Mentalsubstanz, sozusagen in der Leere einer unendlichen flächigen oder räumlichen Ausdehnung stattfinden, könnte man sie, vorhanden in der Nichtvorhandenheit, als ausdehnungslos und ausgedehnt im selben Augenblick benennen. Das Axiom einer Juxtaposition träte in Erscheinung.
Setzte man nun weiterhin voraus, dass beide Aussagen die Rück- oder Vorderseite derselben Sache sind, hieße das für die antagonistische Denkweise, dass sie sich gezwungenermaßen in die Lage versetzt sähe, sich selbst als das Gegenteil des juxtapositionären Denkens und innerhalb desselben zwar als mögliche, pragmatisch notwendige und unumgängliche, jedoch insgesamt nur als eine Randerscheinung eines sie hoch und weit überragenden Denkens zu erkennen.
Fläche und Punkt, Ausdehnung und Nichtausdehnung, Werden und Sein wären nun auch für sie EINES, und wollte sie dieses EINE definieren, müsste sie mindestens von einer ‚Punktfläche‘, einem ‚Flächenpunkt‘ oder sogar von einer ‚nichtausgedehnten Ausdehnung‘ und an höchster Stelle von einer ‚manifestationsfähigen Nichtmanifestation‘ und, noch schlimmer, von einem ‚werdenden Sein‘ und ‚seiendem Werden‘ gleichzeitig sprechen und nicht mehr, wie bisher Philosophie und Religion es taten, von einer Illusion der Existenz oder der absoluten Wirklichkeit des Materialisten.
Das Nichts wäre somit kein wirkliches Nichts mehr für die antagonistische Denkweise, die Null keine wirkliche Null, die Eins natürlich auch nur eine vorhandene Unvorhandenheit, also der Hinweis auf die Null, und das Werden wäre zeitloses sich entfaltendes Sein.
So ginge es weiter. Es zöge sich durch das gesamte Denken, basierend auf der ausgedehnten-nichtausgedehnten Juxtaposition, in der jeglicher Antagonismus als irreal, also als unwirklich, d.h. nichtvorhanden, selbst wenn vorhanden, erschiene; es zöge sich also, bei diesem ‚Punkt‘ der Erkenntnis beginnend, ein sich ständig ausweitender Einbeziehungprozess unvorstellbaren Ausmaßes durch das Denken.
Für ein solches Denken gäbe es kein Ding mehr, dem nicht ein anderes entspräche.
Dieser Ausdehnungsprozeß würde notwendigerweise endlos sein und mit großer Geschwindigkeit vor sich gehen, denn fasste das juxtapositionäre Denken erst einmal Fuß, d.h. ‚zündet‘ dieses Axiom erst einmal, weil es in den Kern der Logik trifft und ihn ‚spaltet‘, so riefe das eine unermessliche ‚Geistesexplosion‘ hervor, bei der ein Erkennen bisher unbekannter universeller Zusammenhänge der Schöpfung als Selbstverständlichkeit abfiele, was, ähnlich dem Restspaltmaterial der atomaren Bombe, ‚strahlend‘ auf das jetzige Dualitätsdenken der Menschheit einwirkte.
Es langte, wenn ein einzelnes Individuum es auf sich nähme, auf diese Weise zu denken und das Erkannte in aller Konsequenz zu leben, um die in seinem Einflussgebiet (wie groß das auch immer wäre) Lebenden zwangsläufig derartig zu ‚verstrahlen‘, das jedoch nicht durch Demagogie, Suggestion oder sonstige Fremdeinwirkung, sondern allein durch die allen gemeinsame Logik, die zur Einsicht in die Richtigkeit des Axioms der Juxtaposition führte, dass sie sich nun abrupt in dieselbe und allen gemeinsame Art des Erkennens versetzt sähen, was eine ‚Kettenreaktion‘ geistigen Umdenkens erzeugte, die man mit Recht evolutionär-mutativ nennen könnte und welche an Größe und Auswirkung das Auftreten der Befähigung des Primaten zur bewussten Abstraktion bei weitem überstiege.
Harte Differenzierung wiche einer plastischen Unterscheidungskraft, endgültige Behauptungen erwiesen sich stets als nach allen Seiten offen, die empirische Beweisführung gälte als überholt, und jedwede neue Erkenntnis hätte nur solange Bestand, bis man sie mit ihrer juxtapositionären Entsprechung - falls es diese noch gäbe und nicht eine tatsächlich endgültige Wahrheit aufträte - konfrontierte und sie geistig zu deren Einbeziehung zwänge, was sie sich gewünschter Massen auch willig bieten ließe, da sie, kausalitätsbedingt, selbst ebenfalls juxtapositionierend in Existenz getreten wäre.
Die am Anfang nur nebenbei erwähnte Grundvoraussetzung für eine derartige geistige Mutation bestünde natürlich darin, die jeweils letzten Erkenntnisse mit der gelebten Tat spontan zu verbinden.
Man könnte diesen Prozess, setzte er bei einem Individuum zu früh ein, als katastrophal bezeichnen und die arme Person würde aller Wahrscheinlichkeit nach im Irrenhaus landen. Bei jedoch halbwegs ‚gestärkten Geistern‘, derer es nicht allzu viele, aber immerhin einige gibt, wirkte sich die Aspiration als unbedingt ‚zündend‘ aus.
Unter ‚gestärkten Geistern‘ müssen hier jene verstanden werden, die weder fachidiotische Leistungsbringer, noch primitiv sich selbst überhöhende Individuen sind, sondern jene, die über eine gesunde, lebenserfahrene, eher nihilistische oder wissenschaftliche als religiöse Grundhaltung verfügen, wobei letztere ebenfalls als modifizierbar angesehen werden muss.
‚Gestärkte Geister‘ sind also jene, die das Unmögliche für möglich halten, weil sie in der Lage sind, das Bestehende ohne Wertung zu betrachten, darüber staunen und es entweder bewusst ablehnen oder es voll Freude in der ganzen Bandbreite erfahren wollen.
Indifferente Individuen, angepasste, gesellschaftlich gebundene oder nur auf das Lustprinzip gerichtete Wesen, welche zwar von den Genannten den höchsten Stellenwert einnehmen, aber dennoch nicht juxtapositionsfähig sind, weil sie dualisieren, erreichte die ‚Strahlung‘ selbstverständlich auch, jedoch prallte sie an ihnen ab - vielleicht sogar in heftigen, halbbewussten Reaktionen -, aber nur mit dem Ergebnis, andere, Weiterentwickelte erneut als ‚Querschläger‘ zu treffen.
Das Zauberwort, welches die ‚süße Verstrahlung‘ mit sich brächte, hieße in jedem Fall: Authentizität. Eine Authentizität, wie sie u.a. Nietzsche meinte. Diese Authentizität wäre jedoch bar aller ethischen Wertung, denn auch ein bewusster Mörder wäre authentisch zu nennen.
Die Beschriebenen, die damit nur angerissen und nicht erschöpfend geschildert wurden, ließe der ‚geistige Sprung‘ vom Antagonismus und der Theorie zur Juxtaposition und der spontan gelebten Einsicht in eine derartige mentale Höhenlage gelangen, daß sie von dort leicht den Kontakt zu überbewussten Ebenen herstellen könnten oder diesen sogar automatisch erlangten. Dass die Berührung für unlautere Gemüter zu einer Gefahrenquelle werden könnte, welcher Sebstüberschätzung oder Größenwahn entspringen, muss nicht erwähnt werden.
Hier findet der Prozess einer vorsätzlichen Selbstaufgabe der Vordergrunds-person in Totalität, jedoch unter Beibehaltung der Körperlichkeit und der Lebensfunktionen, sowie der Möglichkeit mentaler Bewegung, die alle zusammen dem späteren Ausdruck des Erkannten instrumental zur Verfügung gestellt werden, seine Berechtigung und Bedeutung.
Es hieße für jene ‚Verstrahlten‘, sich prinzipiell zwar in die wirklich unwirklichen, dualisierenden Geschehnisse der Welt weiterhin einzumischen, jedoch nicht mehr wertend, denkend und empfindend, sondern erkennend, wissend und wollend.
Das ist die Basis der Reinheit des Denkens und Handelns in Juxtaposition, welche, durch die Erfahrung zu eigen geworden, das Individuum zur intuitiven, inspirativen und spontanen Handlung befähigt, die sich als Auswirkung des Wissens selbst realisiert und sich durch Identität mit dem bewussten Gegenstand, Ding oder Wesen spontan und jederzeit wie selbstverständlich offenbart.
Das ist das Fundament einer menschüberschreitenden Intelligenz und einer neuen, wenig erforschten Übernatur.
Also: juxtapositioniert fleißig!
Oder kommt und seht euch an, wie es gemacht wird!

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