Hekate

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Hekate
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Hekate

div. Materialien auf Leinwand 120 x 160 cm (unverkäuflich)

Hekate

Gezähmt sind endlich der Verwüstung Horden.
Die schwarzen Schweine führt an goldnen Banden
die Unterwelten-Göttin. Es ist Winter.
Im Eise sind erstarrt die wilden Triebe.
Die Zellen teilten sich nach großem Plan.

Gezügelt sind die tierischen Begierden,
dem Wildwuchs auferlegt Erziehungsschnitt.
Was sind wir ohne die Beherrschung der Gedanken?
Was ohne Wissen vom Woher, Wohin?
Dem Fortschritt lockert Tod den festen Boden.

Drum sei getrost, Vergänglichkeit ist allem
nur auferlegt, um Ewiges zu tarnen.
Hier stehst du vor den wirklichen Gesetzen:
Es fürchtet nicht der Wissende den Mörder,
der den verdirbt, der dich verderben kann.

Die wilden Schweine lassen freundlich grüßen!
Sie werden gern zu Diensten sein dem Geiste,
der ihr Verhalten kennt und Achtung zollt,
die sie verdienen, in den groben Welten.
Hart ist ihr Los, zu sein das Fundament!

Versöhnung steht als Leuchtschrift auf der Fahne,
die im totalen Kriege einst geweht.
Wir wollen unsere Folterknechte loben!
Sie würgten uns aus uns‘res Gottes Liebe,
damit wir würden groß und stark, wie er!

Im Wege steht jetzt nichts mehr unsren Seelen.
Jetzt sind wir frei! So haben wir‘s gewollt!
Dank der Vernichtung alter Paradigmen
erleben neugeboren wir die Welt.
Die guten Geister mögen uns begleiten.

Gesühnt ist alles, was zu sühnen war,
am eignen Leib erlitten fremde Qualen.
Der Höllen Stürme haben uns durchblasen.
Ein wissend Herz hat unsre Kraft gezähmt.
Jetzt sind wir stark noch, jedoch ungefährlich.

Hekate soll uns führen durch die Nächte.
In ihrer Hand soll unser Leben liegen.
Sie trägt ein diamant‘nes Herz in ihrer Krone,
aus dem sie Blitze schleudert auf die falsche Welt,
und mit ihr wolln die Lüge wir entlarven.

Wir wollen Klartext reden, schreiben oder singen,
und keinen Schmus, der ablenkt oder schwächt.
Wir sind gedacht, das Denken aufzuwühlen
und aufzuzeigen, wer wir wirklich sind.
Da hat die Ethik ihren Platz zu räumen.

Wenn wir erscheinen, bleibt kein Auge trocken.
Entlarvt wird alles, auch das beste Tun!
Geprüft wird jeder heimlichste Gedanke,
das Wort ‘Verdrängung‘ aus dem Wörterbuch entfernt.
Ein grelles Licht zuckt durch des Menschen Seele!

Geprüft die Rede, mit der Tat verglichen,
behauptet sich in Zukunft Theorie.
Der bloße Glaube und die Weltanschauung
gehn auf den Mist. Wir sorgen schon dafür!
Hekate hat es - wenn wer fragt - befohlen.

Des bloßen Unheils, ohne Sinn und Zweck,
ist der entbunden, welchem wir erscheinen.
Wir bringen Klarheit in den tiefsten Grund,
durch die Erkenntnis von Hekates Plänen.
Wir zeigen ihm die niedere Natur!

Da geht ein Gruseln durch die frommen Glieder,
wenn man erkennet, wer man wirklich ist.
Und ein Entsetzen kriecht durchs Mark der Knochen
und beide Hände schlägt man vors Gesicht.
Ihr werdet froh sein, es noch zu erkennen.

So ist hier keiner, wie er‘s sein könnte.
Die Heiligen, vielleicht die Massenmörder.
Doch die sind selten; eurer gibt es viele,
die Ethik sich als angepachtet wissen.
Bald fehlt der Teppich unter euren Füßen.



Und ihr, ihr schlechten Wesen, höret her!
Ihr habt die größren Chancen, durchzukommen.
Euch zwingt man, durch die Hölle der Moral,
das Gegenteil zu tun von dem, was ihr gern tätet,
und Spaß daran zu finden, falsch zu tun.

Ihr seht, wir sind ‘sogarauch noch‘ gefährlich!
Doch, wie gesagt, in der Hekate Hand.
Und die ist gütig noch im Zorn - und ehrlich.
Sie gibt uns Wissen, aber frisst Verstand.

Wir werfen uns ihr fröhlich vor die Füße
und grunzen: „Halleluja, du mächtge Süße!
Magst du uns leiten, folgen wir dir gern
und übernehmen, dir zu Ehren, diesen Stern!“

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