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Törööö! Die Supra-Avantgarde ist dööö!!! oder
Beschäftigt Euch mit der Kunst! Millionen Fliegen können nicht irren.
160 x 120 cm

Erschöpft des Menschen Geist in dem Prinzipe
sezierender Erkenntnis ganzer Dinge,
geschlossener Systeme Wirklichkeiten,
verfällt zuerst er in die Wiederholung,
den Abglanz seiner Siege zu beschwören,
durch neue Worte für ein altes Lied.

Das Feuer haben wir gezähmt, danach gebändigt,
das Rad erfunden und den Vogelflug
weit übertroffen und die Radiowelle,
die unsichtbare, in den Dienst gestellt
zum Wohl der Art, des Menschen, dieses denkend Wesen,
damit er sich behauptet auf der Welt
und sie beherrscht, der einst ihr Untertan.

Nichts kann auf Dauer sich noch widersetzen.
Die Abraumhalden gleichen Hochgebirgen.
Der Tageslauf wird durch die Zeit bestimmt,
mit der Raketen um die Erde kreisen.
Es lockt das All zu weiteren Exkursen.
Die Tiefsee gibt das letzte Dunkel preis.

Es fliegen surfend Fallschirmspringer durch die Lüfte.
Den Steilwandklettrern ist kein Fels zu hoch,
und täglich werden, wie die Medien künden,
drei neue Weltrekorde aufgestellt.
So geht es weiter, höher, größer, tiefer.
Bald nehmen in Besitz wir Gottes Thron!

Die hohen Priester menschlichen Empfindens,
die Psychologen, diese Seelenklempner,
erklären blindes Wollen als die Kraft,
die uns Gesundheit bringt, gar ewges Leben,
sofern den hochbezahlten Rate man befolgte,
an sie bedingungslos und blind zu glauben.

So steht dem Aufstieg letztlich nichts entgegen,
wenn da der Grund nicht fehlte für's Bemühen.
Die Allmacht in des Menschen Hand gegeben?
Warum? Zu welchem Zweck? Und dazu, wem:
den USA, den Deutschen, den Chinesen?
Der UNO gar, dem dekadenten Club?

Wohin mit all der Kraft, der Macht und Stärke,
die uns der Forschungsdrang des Menschen bringt?
In wessen Händen soll das Ganze liegen?
Wie kriegt man alles unter einen Hut?
Wen, sagt mir, wen soll man dazu befragen?
Ron Hubbard, Christus, Marx, den Vatikan?

Nicht einer kann uns schlüssig Antwort geben,
wohin die Reise geht, zu welchem Zweck.
Und so erschöpft des Menschen Geist sich im Totalen
und zwingt die Willkür der Erklärung her.
Die schreibt den Lustgewinn auf Philosophias Fahne,
der, unerfüllt, ins Jammertal versinkt.

So torkelt er, der Mensch, durch die Äonen,
trägt Gen und Bombe in derselben Hand.
Bald wird den Tod, das Leben er besiegen,
unsterblich sein, doch ohne Zweck und Sinn.
Dann sitzt er da, in seines Stoffes Tempel:
die Allmacht in des leeren Geistes Bann.

Ein Monster ist er, nicht ein Gott geworden!
Ein totes Herz, aus der Vernunft geboren,
pocht in der rationalen, kalten Brust.
Er regelt alles und für alle Zeiten.
Des Leides Glück und umgekehrt wird abgeschafft,
der Seele Sehnsucht ist an Macht gestorben.

Da sah ich ihn, den Benjamin, den Blümchen,
den Großen, Starken, den, der Rettung bringt!
Gestützt auf jene unsagbaren Himmel
der tranzendenten und genialen Mittel,
die uns die Kunst bringt, wie auf Doppel-Krücken,
kam er zur Welt, aus seinen höchsten Höhen.

"Töröö! - Hier bin ich!" rief er fröhlich lachend.
"Ich bringe Euch die neuen Menschen mit,
die sich durch eines, eins nur von euch unterscheiden,
daß sie dem Ganzen letzten Sinn entziehen
und keinem etwas andres bleibt, als sich
im Traumtrance schlafend selber zu erschaffen!"