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| Am Grabe der Ich-Idee |
160 x 120 cm |
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Begraben ist der große Irrtum und der Schmerzensmacher, der Ahamkara, diese Ich-Idee. Der Freudensucher ist gestorben. Im Mittelpunkt des kleinsten Kreises ist er heißgelaufen und dann verglüht, nur um sich selber drehend. Des Kreises Umfang, hin zum Punkt geschrumpft, ist frank und frei nun, darf sich dehnen, soweit er will und kann, und das Wohin ist ihm nicht vorgeschrieben, nein! Der blinde Hund des toten Jägers irrt herum, streunt durch die leergefegten Ebenen, zwischen Gräbern, hat sich die scharfen Zähne ausgebissen. Am harten Kopf des Todesengels sind sie abgebrochen, der selbst vom Rumpfe brach, denn allzu starr darf auch der Tod nicht sein. Die Phantasie ist diesem Einfaltspinsel aufgetragen, beim Morden und beim Lebenschänden. Nun ist er tot, der sonst den Tod brachte. Er wird nicht mehr gebraucht, wenn doch, dann nur für Teile, nicht fürs ganze Wesen. Noch sieht jedoch der Seelenknabe nicht die Freiheit in der neuen Stoffeswelt, weil er wie eh und je den Lebensfaden spinnt, das Garn nicht wickelnd in vereinzelt Leben, dreht er den Faden mit der absichtslosen Tat, und die berechnet nie und zählt auch nicht, wie Ewigkeit die Zeit nicht zählt, weil's müßig ist, Nichtendendes zu messen. So ist er todlos nun und voller Leben, und höchstes Glück ist Schatten seiner Freude an der Unsterblichkeit der Existenz, für die der Tod der ewge Anfang ist. Das Ich ist tot! Es lebt die Wir-Person! Und durch die Macht, die innewohnt dem Denken, das alles einbezieht, Ideenbilder zeugend, wird neu die Welt erschaffen und auch wahrer, als halbe Wahrheit ist, in der wir leben. Das Ganze, Freunde, das ist alles! Das Halbe, das ist nichts! | |